Artikel mit ‘Schuldgefühle’ getagged

In der Prä-Idylle (noch nicht gelandet)

Montag, 20. April 2009

Eigentlich sollte ich mich doch wieder freuen. Hau ruck! – Mist, geht nich’!

Ist wirklich Idylle nah: ein Zimmerchen in einer Art Remise, geradezu gespenstisch still, mit Blick auf ‘ne grüne Wiese und momentan natürlich blühenden Bäumen, und kostet fast nur die Hälfte des Pensionszimmerchens, obwohl die Ausstattung deutlich besser ist (man muss das auf meine Verhältnisse, Vorstellungen und Bedürfnisse “herunter rechnen”; so Klo vor der Tür is’ mir doch Wurscht)…

Ich muss doch jetzt happy sein… Hau ruck! – Geht nich’! Und nun bin ich zwar natürlich auch wieder einmal entnetzt (und es dauert wieder drei, vier Wochen bis zum Neuanschluss), aber mitnichten entsetzt; ich wage gar zu denken, dass es mir vielleicht gut tun könnte, ein wenig Abstinenz zu pflegen, was www angeht. Fresse ich mich halt wieder einmal durch so ein Programmierlehrbuch; ich bin gespannt, wie weit ich dieses Mal komme…

Die Bloghäuschensiedlung kommt mir gerade vor wie nur geträumt… Auch nix Neues; man dissoziiert wohl wieder dinosauer. – Kurzum: häff fann!!!

Känguru-Hoden und Kriegskinder

Montag, 02. Februar 2009

Es scheint ein Zusammenhang zu bestehen zwischen Darbietungen wie dem Verzehr von Beuteltier-Testikeln und “Den Wölfen”.

Seit einigen Tagen lese ich in Sabine Bodes Buch “Die vergessene Generation”. Die Autorin beschreibt auch diese für Kriegskinder typischen inadäquaten emotionalen Reaktionen. Mir fiel ein, wie mein Vater bei unserem letztem Gespräch vor fast 10 Jahren erzählte, dass er erfahren hätte, seine Eltern und Geschwister hätten nach dem Krieg Jahrzehnte lang in der Vor-Wende-BRD gelebt, während er die ganze Zeit als Vollwaise galt. Er erzählte das, als hätte er beiläufig anmerken wollen, in seiner ehemaligen Grundschule wäre der Zaun umgefallen.

Eine Gesellschaft, die wesentlich geprägt wurde und getragen wird von einer Generation, die in dieser Weise emotional beschädigt, ja, eingemauert ist (und 68 scheint eben nicht so viel daran geändert zu haben, wie oft erklärt wird), braucht vielleicht schrille Aktionen wie den Verzehr von Känguru-Eiern, um überhaupt noch emotionale Reaktionen auszulösen. So was kommt von so was.

Meine Klugscheißerei nützt niemandem etwas. Alles Haschen nach Wind! Q. e. d.

Freudig auf der Couch mit Anna Lyse

Freitag, 28. September 2007

Der Sozialkriminaltragikomödie 1.Teil

Eigentlich wollte ich nie in eine Psychotherapie, und das ist, obwohl es sich reimt, eine Ungereimtheit, und zwar eine persönlichkeitsspezifische, und indem ich dieses Wort verwende, bin ich sozusagen mittendrin, denn es handelt sich um ein Fachwort aus der Sprachwelt der ersten Therapie, an der ich teilnahm.

Das war 1984, und natürlich hatte ich die Fachbücher alle gelesen. Ich bemerkte damals nur nicht, und ich bin versucht zu sagen: natürlich nicht, dass dieses Verhalten derart typisch für mich und meine Probleme unter Menschen war, damals „unseren sozialistischen Menschen“, dass man schier von einem Verhaltenssymptom sprechen könnte oder gar sollte. Wieder einmal, denn das hatte ich etwa vom Anfang der Schulzeit an immer wieder getan, hatte ich mich vor Kontakten und Begegnungen „geschützt“, indem ich wieder einmal „schon alles wusste“.

Heute muss ich denn auch meinem damaligen Therapeuten heftig zustimmen, der am letztem Tag der sechswöchigen stationären Gruppentherapie anmerkte, ausgerechnet ich müsste den Vorschlag machen, wir sollten uns für das obligatorische Abschlussgruppenfoto doch vor dem Marterpfahl aufstellen, der da als künstlerisches Gruppenprojekt auf dem Gelände stand, ich wäre doch unblutig davon gekommen.

(weiterlesen…)

Ich mißbrauche Bloghäuschenbewohner…

Freitag, 06. Juli 2007

…indem ich sie behandele, als wären sie Helden oder Figuren aus einem Buch: es sind aber offensichtlich reale Menschen…

(weiterlesen…)

Es g i b t Philosophieprofessoren, die Philosophen sind…

Montag, 28. Mai 2007

“…unerhört, dieser kleine Scheißer: so was Arrogantes…“, nein, weit gefehlt: es war ein bekannter Philosoph, der sinngemäß geäußert hat, eigentlich wäre ein Philosophieprofessor ein Ding der Unmöglichkeit: man wäre entweder Philosoph oder Professor; an der Stelle fällt mir auch wieder ein, daß es in der DaDaEr ja den „Diplomphilosophen“ gab, was mich wiederum in Assoziationen förmlich hinein treibt wie „Staatlich anerkannter Fachdialektiker (IHK)“…

(weiterlesen…)

Neben all’ den wichtigen Informationen,…

Dienstag, 13. Februar 2007

… die ich noch absondern müßte, um wirklich richtig sichtbar und einfühlbar zu werden, sollte ich mir vielleicht auch noch einen Zettel an die Stirn pappen mit der Aufschrift: “Nein, auch ein Stalker bin ich nicht!” – Zwar versteht das wieder kein Mensch, aber es mußte mal gesagt werden!

Warum macht der so ein Trara…

Freitag, 02. Februar 2007

…wegen dem bisschen Umzug? Könnte man sich fragen, hat sich vielleicht auch schon der Eine oder Andere gefragt. Natürlich unter anderem infolge der hysterischen Strukturanteile, klar. Es muss immer Theatergewitter dabei sein, große Gesten müssen durch die heiße Luft zischen, es muss jedermann verdeutlicht werden, dass und wie sehr außergewöhnliches Geschehen statthat usw. usf.

Abstieg wörtlich genommen – bis
gestern mein Dachstübchen, ach!

Adieu, Du hohes Stübchen...

(weiterlesen…)

Manche Leute spielen…

Mittwoch, 06. Dezember 2006

…nicht deshalb, weil sie gern spielen, sondern, weil sie nicht wirklich spielen konnten, als sie hätten spielen sollen.

Versteht das jemand? Und Spielen hier im “großem”, weite(re)m Sinne, nicht etwa im Sinne von Karten spielen oder Billard oder dergleichen. Obwohl der Suchtcharakter beim “Zocken” gleichfalls auf den eben oben angedeuteten Mechanismus zurückzugehen scheint. Sucht verweist fast immer auf frühe Defizite. Da man ja nicht zurück kann und das Loch füllen, bleibt es ein Loch ohne Boden und man wird nimmer satt.

Das Leben – eine Pflichtübung…(?) Mich gruselts. Mir fällt nämlich, denn bekanntlich hab ich sie nicht alle, gleich Eichmann ein: “… immer nur meine Pflicht erfüllt…” Nich’ lustig.

Schuldgefühle s i n d überflüssig!

Donnerstag, 09. November 2006

Denn manche Leute sagen so etwas:

,,Hin und wieder stehe ich hier – und tue etwas.
Dann denke ich mir:
Was in aller Welt mache ich hier?
Das ist eine Überraschung.‘‘

Und manchmal sind Leute, die so etwas sagen, Verteidigungsminister der USA. Der Mann hat sogar eine Designerbrille und eine Frau.

Und ich habe, wie gesagt, ständig Schuldgefühle. Neurotischer Weise. D. h., obwohl ich gar nichts getan habe. Obwohl wiederum im Fall, dass man wirklich gar nichts tut, Schuldgefühle nicht ganz unangemessen wären. – Aber das wird jetzt pseudophilosophisches Sich-Verkleckern.

Ich wollte einfach nur wieder einmal sagen, dass die Welt halt nicht gerecht ist. Manche Leute haben ein Unternehmen, andere Leute haben Hämorrhoiden. Usw.