Der Sozialkriminaltragikomödie 1.Teil
Eigentlich wollte ich nie in eine Psychotherapie, und das ist, obwohl es sich reimt, eine Ungereimtheit, und zwar eine persönlichkeitsspezifische, und indem ich dieses Wort verwende, bin ich sozusagen mittendrin, denn es handelt sich um ein Fachwort aus der Sprachwelt der ersten Therapie, an der ich teilnahm.
Das war 1984, und natürlich hatte ich die Fachbücher alle gelesen. Ich bemerkte damals nur nicht, und ich bin versucht zu sagen: natürlich nicht, dass dieses Verhalten derart typisch für mich und meine Probleme unter Menschen war, damals „unseren sozialistischen Menschen“, dass man schier von einem Verhaltenssymptom sprechen könnte oder gar sollte. Wieder einmal, denn das hatte ich etwa vom Anfang der Schulzeit an immer wieder getan, hatte ich mich vor Kontakten und Begegnungen „geschützt“, indem ich wieder einmal „schon alles wusste“.
Heute muss ich denn auch meinem damaligen Therapeuten heftig zustimmen, der am letztem Tag der sechswöchigen stationären Gruppentherapie anmerkte, ausgerechnet ich müsste den Vorschlag machen, wir sollten uns für das obligatorische Abschlussgruppenfoto doch vor dem Marterpfahl aufstellen, der da als künstlerisches Gruppenprojekt auf dem Gelände stand, ich wäre doch unblutig davon gekommen.
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