Archiv für die Kategorie ‘Nabelschau’

Neues aus der Unterschicht…

Montag, 18. Mai 2009

… gibt es leider wirklich nicht, und das ist völlig ungereimt, obwohl es sich hinten reimt, womit nämlich Kunst durchaus vorgetäuscht werden soll. Aber es war lange nicht so schlimm mit dem Satzbilde- und Lautlos-Schnatter-Automaten, der da irgendwo in meinem zerebralen Bereich rattert, dass es schwer auszuhalten ist. Jener “motus animi continuus”, von dem Thomas Mann geschrieben hat, dass von Aschenbach daran gedacht, dass Cicero davon gesprochen hätte. Ja, das gibt es auch bei der Unterschicht…

Von der gibt es aber Neues nicht. Am Freitag bin ich, so alles gut geht, wieder vernetzt; es gelingt mir zumindest gelegentlich, wenigstens verwundert zu sein darüber, dass ich mich nicht wirklich scheine darauf oder darüber freuen zu können…

Nix Neues… – Herr Spinell-Tristan. Kchchch.

Mit 47 steht mein Berufswunsch fest

Samstag, 25. April 2009

Ich werde Quantenmechaniker… Hä? – Ach so, ja: muahaha!!!

Dennoch und trotzdem und erst recht fürchte ich, dass der Gedanke nicht nur esoterisches Abdriften usw. beweisen könnte, dass es womöglich tatsächlich die Psychose nicht gäbe, vielmehr es sich um einen Geisteszustand handeln könnte, der eben diesen ganz ofenfrischen Erkenntnissen der Mikrophysiker entsprechen könnte.

Hat das jemand verstanden? – Das ist auch gar nicht nötig; “das” läuft von allein immer weiter, es bedarf keiner theoretischen und gar schriftlichen Fixierung usw.

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In der Prä-Idylle (noch nicht gelandet)

Montag, 20. April 2009

Eigentlich sollte ich mich doch wieder freuen. Hau ruck! – Mist, geht nich’!

Ist wirklich Idylle nah: ein Zimmerchen in einer Art Remise, geradezu gespenstisch still, mit Blick auf ‘ne grüne Wiese und momentan natürlich blühenden Bäumen, und kostet fast nur die Hälfte des Pensionszimmerchens, obwohl die Ausstattung deutlich besser ist (man muss das auf meine Verhältnisse, Vorstellungen und Bedürfnisse “herunter rechnen”; so Klo vor der Tür is’ mir doch Wurscht)…

Ich muss doch jetzt happy sein… Hau ruck! – Geht nich’! Und nun bin ich zwar natürlich auch wieder einmal entnetzt (und es dauert wieder drei, vier Wochen bis zum Neuanschluss), aber mitnichten entsetzt; ich wage gar zu denken, dass es mir vielleicht gut tun könnte, ein wenig Abstinenz zu pflegen, was www angeht. Fresse ich mich halt wieder einmal durch so ein Programmierlehrbuch; ich bin gespannt, wie weit ich dieses Mal komme…

Die Bloghäuschensiedlung kommt mir gerade vor wie nur geträumt… Auch nix Neues; man dissoziiert wohl wieder dinosauer. – Kurzum: häff fann!!!

Premiere der fünften Art

Donnerstag, 09. April 2009

Etwas geht mit mir vor. Ich weiß nicht, ob das etwas Gutes bedeutet. Wie schon letztens bemerkt, bin ich seit Jahrzehnten bei nahezu allen wichtigen Terminen zu spät gekommen. Heute aber war ich um halb acht Uhr in bzw. eben, harhar, vor einem Amt, das erst um halb neun Uhr öffnet.

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Ganz schön finster ohne was auf die Ohren

Freitag, 03. April 2009

Echte acht Stunden, Nahrungs-Zubereitungs-, Verzehr- und Ausscheidungszeiten bereits abgerechnet, habe ich ich subtil seniles Fossil nun Voodoo geübt. Ich bin mit hysterisch-historischer Bemalung und epileptoiden Fratzen immer um den PC herum getanzt und habe geflüstert, gekeucht, gewimmert, geschrien: „Uuuuu! Bunt! Uuuuu!“

Und siehe: jetzt läuft es! Harhar. Warum, weiß ich nicht; ebenso wenig, wie ich zu sagen vermag, warum es gefühlte 33 Male nicht ging. Jedenfalls habe ich die Augen zu gemacht, damit mich keiner sieht. Und wenn ich die Festplatte wäre, ich wäre jetzt zwar auch platt, aber flüssig.

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Meine Art der Abgrenzung ist die Isolation

Dienstag, 31. März 2009

Dann ist es eben so. Ich bin 47, und, nein: Sie brauchen mir noch nicht über die Straße zu helfen, aber ich bin wohl charakterlich nicht mehr so ohne Weiteres modellierbar…

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Kleiner Mann – high noon!*

Dienstag, 31. März 2009

Aber erst einmal die kleinen Freuden des kleinen Mannes. Heute gibt es Geld! Diese gewisse Erwartungshaltung ist völlig idiotisch, denn mehr als ein, zwei Bücher und/oder DVDs für jeweils höchstens 10 € kann ich mir eh’ nicht „erlauben“. Aber es ist ein kleiner Lichtpunkt, dass ein kleiner Betrag auf dem Konto ist. In diesem Monat muss ich gar noch was zurück zahlen, was ich mir privat gepumpt habe. Ansonsten ist bei jedem Lebensmittelkauf Kopfrechnen angesagt. Wie üblich und weit verbreitet in der Unterschicht.

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Durchschnitt, überall Durchschnitt…

Samstag, 01. November 2008

…ich muss mich damit abfinden; “normale” Menschen pflegen dies offenbar (und immerhin das habe ich ja geschnallt) nach dem Verheilen des Stimmenbruchs zu tun (ich wähle hier die männliche Form, meine aber auch: Sie wissen schon, bla bla). – Alles nur halb: sogar Halbfett-Margarine, Halberstädter Würstchen usw., jaharhar: auch der Humor kommt im Gruppenraum nicht zu kurz…

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Der am meisten von mir Enttäuschte…

Mittwoch, 01. Oktober 2008

… bin nach wie vor ich… Ich wollte das nur noch einmal einstreuen. Ich rede viel zu selten über mich. Narzisstische Züge fehlen mir völlig; es ist ein Greuel schier! Aber ich bin, scheint es, irgendwie ein bisschen in Bewegung geraten (jaja: bisschen schwanger, schon klar), und mal sehen, wo es hingeht…

Im Übrigen ist übermorgen nicht nur Feier-, sondern auch freier Tag, und der wird mir gut tun, auch wenn ich mich nicht im wünschenswertem oder auch nur hinreichendem Maße mit mir selbst (ver)einigen werde. Und hier sind sie denn doch nochmal, die bedeutungshochschwangeren drei Pünktchen:…

Wie damals beim ikarussischem Berlinienflug…

Sonntag, 28. September 2008

…als ich mich 1983 dunkelschwarz in diese Prenzlauer Berghütte setzte (wozu ich noch was schreiben sollen müsste). Ja, die kriminelle Energie ist Behörden relevant; im Auge behalten, den Mann! Ich wollte alles anders machen als die Alten, was natürlich hieß: besser. Aber es dauerte keine paar Monate, da ertappte ich mich dabei, genau die Mechanismen und Rituale zu zelebrieren, die ich hasste und denen ich zu entkommen versucht hatte mit der illegalen Besteigung des Prenzlauer Berges…

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Berichtigung

Mittwoch, 17. September 2008

Ich lebe nicht nur in e i n e r Box!

Pappkamerad Aufsteiger

Ich hatte gedacht, ich würde meine Heimatstadt kennen…

Dienstag, 16. September 2008

Okay, es ist Etliches dazu gebaut worden und manches abgerissen, aber das eigentlich Schwierige war, das Prinzip zu erkennen, nach dem in diversen Straßen die Nummern sortiert sind. Das erlebe ich allerdings auch nicht zum erstem Mal. Ebenso wenig, wie ich diesen Job zum erstem Mal mache. Aber ich mache ihn zum ersten Mal mit dem Fahrrad, und das ist geborgt. Mir tut, mit Verlaub, der Arsch weh…

„Gibta_wieda_an_dissa_’ne_Abeit_hat_das_gibtis_nich!“

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Nein, ich bin nicht Carola!

Donnerstag, 07. August 2008

Das war doch wieder ‘n Test. Das war doch wieder ‘ne Prüfung. Da habe ich doch wieder nicht bestanden. Da winkt mich doch so ein gesetzter älterer Herr heran (ein Herr, noch älter als ich also, harhar), und Dino kommt angedackelt. Und dann sagt der (der Herr, nicht der Dino), er hätte sich geirrt, ich wäre doch nicht Carola…

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Zwischenlandung Nr. 762

Dienstag, 02. Oktober 2007

(Nachtrag vom 01.10.)

Ja, weit habe ich es gebracht, kann man nicht meckern. Irgendwie bin ich tatsächlich unterwegs, als wollte ich irgendjemandem beweisen, dass ich auch oder gerade unter etwas ungewöhnlichen Bedingungen zu überleben vermag. – Ich wollte gerade schreiben „unter extremen Bedingungen“, aber das schien mir denn doch übertrieben. Auch als Outsider oder jedenfalls Marginalperson bin ich halt Durchschnitt. Vielleicht sollte ich mich endlich damit abfinden und mir wenigstens eine Frau, wenigstens drei Kinder (ich weiß nicht, wie hier der Durchschnitt in Deutschland ist), einen mittelalten Mittelklassewagen, ein Doppelkinn, ein Bierbäuchlein und ein paar Zivilisationskrankheiten zulegen; mit Magengeschwüren kenne ich mich ja vorfahrenbedingt schon ganz gut aus. Und so weiter.

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Weitere Bi-Lanzen-Weitwürfe

Sonntag, 30. September 2007

Es wird Herbst („es herbstelt“, hätte Erwin Strittmatter geschrieben), und man ist versucht, versonnen und melancholisch in leichtem angloformen Nieselregen an Waldrändern entlang zu streichen und sich sich durch den Kopf gehen zu lassen.

Ich muss dauernd an meine mittlere Partnerschaft denken, und wie ich schon mehrfach anmerkte, setze ich hier voraus, und zwar vor allem der Einfachheit halber, dass die Prozesse, die sich in jenen Regionen des Schädels abspielen, in denen normalerweise Gehirn installiert ist, auch in meinem Fall ohne Weiteres als „Denken“ zu bezeichnen sind.

Ich bin immer freudig erregt bei diesen Gedanken an „die Mittlere“ (es waren insgesamt nur drei Frauen, mit denen ich fest zusammen war, und das genügt mir auch, wie ich schon anmerkte, um einen hinreichenden Einblick in die Materie erlangt zu haben), weil ich endlich wieder einmal weiß, warum ich Schuldgefühle habe; wie ich gleichfalls schon des Öfteren einstreute, wüsste ich ja nicht, womit ich die Leere füllen sollte, die entstünde, wenn die Schuldgefühle weg wären.

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